Journal

Kurze Notizen zu den Objekten hinter unseren Relikt-Packs: was sie waren, wer sie schuf und was die Archäologie noch zeigt. Geschichte zuerst, Szenenideen nur wenn sie helfen.

Ägypten

  1. Kanopenkrüge: Vier Wächter für die Organe Kanopenkrüge bewahrten nach der Mumifizierung entfernte Organe. Deckel des Neuen Reichs zeigen die vier Söhne des Horus; ein Fayence-Set Psamteks steht im British Museum.
  2. Krummstab und Geißel: Hirtenstab und Dreschpeitsche des Königs Heka und Nekhakha kennzeichneten pharaonische Herrschaft vom prädynastischen Ägypten bis zum Osiris-Kult. Beste Paare aus dem Mittleren Reich sind im Met erhalten.
  3. Miniatur-Sarkophag: Sargkunst im verkleinerten Maßstab Miniatur-Särge bargen Shabtis, Kinder und heilige Tiere. Der hölzerne Shabti-Sarg des Teti im British Museum kopiert das Design großer Bestattungssärge.
  4. Scarab: Khepris Käfer von der Morgendämmerung bis ins Grab Scarab-Amulette verbanden den Mistkäfer mit Khepri und der Morgendämmerung. Ägypter trugen sie, stempelten Siegel und bestatteten Herzskarabäen mit Totenbuch-Zaubern.
  5. Sistrum: Hathors Rassel im Tempelzug Das Sistrum war ein heiliges Rassel für Hathor, Isis und Bastet. Fayence-Beispiele aus ptolemäischen Tempeln tragen Königsnamen; Bronze-Sistra erklangen in Ägypten und Rom.
  6. Steinstelen: Ägyptens gemeißelte Erinnerung in Stein Ägyptische Stelen markierten seit der Ersten Dynastie Gräber, Tempel und Grenzen. Kalksteinplatten trugen Opferszenen und königliche Erlasse in Relief.
  7. Anubis: Schakalgott am Einbalsamierungstisch Anubis geleitete die Toten und überwachte die Mumifizierung im alten Ägypten. Schakalstatuen standen von der Frühzeit bis zur ptolemäischen Epoche in Tempeln und Gräbern.
  8. Was ist ein Ushabti? Ägyptens Antwortgeber im Grab Ushabti-Figuren arbeiteten für die Toten in ägyptischen Gräbern. Der Shabti-Zauber, das 365-Figuren-Set und ein echtes Grabset, das man im Museum sehen kann.

Nordisch

  1. Geschnitzte Truhe: Wikingerlager und Greifentiere Das Oseberg-Schiffgrab enthielt mehrere Holztruhen neben geschnitzten Wagen und Schlitten. Wie Langhaus-Kisten funktionierten und wann Mammen-Tiere sie bedeckten.
  2. Drachenbug: Schlangenschnitzereien am wikingerzeitlichen Steven Wikinger-Drachenbuge waren geschnitzte Schlangenköpfe am Schiffsbug. Osebergs Rumpf von 820 n. Chr. endet in einem spiralförmigen Bugkopf, fünf Tierköpfe lagen im Grab.
  3. Schmiedebeutel: Luft für das Feuer des nordischen Schmieds Wikinger-Schmiedebeutel speisten Holzkohlefeuer durch zwei Lederkammern. Kein vollständiges Exemplar ist erhalten, doch Essesteine, Schnitzereien und Sagenschmiede zeigen den Betrieb.
  4. Der Gjermundbu-Helm: Ringerikes einziger vollständiger Wikingerhelm 1943 nahe Oslo gefunden, ist der Gjermundbu-Helm der besterhaltene Helm der Wikingerzeit. Neun Eisenfragmente, Brillenvisier und ein reiches Brandgrab.
  5. Hängender Kessel: Eisenkessel über dem Langhausfeuer In Wikinger-Festhallen hingen Eisenkessel an Ketten über dem Mittelherd, um Fleisch zu kochen und Ale zu brauen. Sutton Hoos Kette liegt im British Museum.
  6. Hochsitz im Met-Saal: Wo ein Wikingerhäuptling herrschte Der Hochsitz markierte den Platz des Häuptlings im wikingerzeitlichen Met-Saal. Oseberg-Grabgut und Siedlungssäulenriten zeigen weltliche Autorität.
  7. Hnefatafl: Das Königsspiel in nordischen Festhallen Hnefatafl war das Brettspiel der Wikingerzeit mit König und Verteidigern auf einem quadratischen Raster. Kein mittelalterliches Regelbuch überdauerte, doch Birka-Grab Bj581 hielt ein vollständiges Figurenset.
  8. Met im Langhaus: Stave-Fässer für Honigwein Wikinger-Metfässer bewahrten Honigwein in stave-gebauten Bottichen für Festhallen. Sutton-Hoo-Gräber enthalten Holzeimer neben Kesselketten.
  9. Das Langschiff rudern: Riemen, Besatzung und Fjordgeschwindigkeit Wikinger-Langschiffe verbanden Quadratsegel mit Reihen von Kiefernriemen. Osebergs Grab barg bemalte Blätter fast ohne Abnutzung, wohl für das Begräbnis gemacht.
  10. Schildbroschen: ovale Nadeln für das wikingerzeitliche Trägerkleid Wikingerfrauen trugen ovale Broschen paarweise an der Brust, um Träger des Schürzenkleids zu fixieren. Muschelförmiges Bronze von Dänemark bis Island markiert nordische Tracht in Gräbern.
  11. Weben in der Langhausstube: Der nordische Gewichtswebstuhl Der wikingerzeitliche Gewichtswebstuhl hing senkrecht in Hofhallen; Stein- oder Tonwichte spannten den Kettfaden. Webgewichte aus Tissø zeigen, wo gewebt wurde.
  12. Oseberg-Wagen: Gunnar, Schlangen und Freyjas Katzen Der geschnitzte Holzwagen aus Osebergs Schiffgrab von 834 n. Chr. zeigt Gunnar in einer Schlangengrube und Katzenreliefs, die mit Freyja verbunden werden.
  13. Was ist eine geschnitzte Holzmaske? Wikinger-Gesichter in Holz und Ritual Vollständige Menschenmasken überdauern selten aus der Wikingerzeit, doch Osebergs fünf geschnitzte Tierköpfe zeigen, wie Elite-Schnitzer 834 n. Chr. rituelle Gesichter formten.
  14. Trinkhörner beim Sumbl: Gefäße für Fest und Schwur Wikinger-Trinkhörner waren Rinder- oder Aurochshörner mit Silberrändern, die bei Festen und blót weitergegeben wurden. Sutton-Hoo-Beschläge zeigen das Aussehen.
  15. Das Oseberg-Schiff: Ein wikingerzeitliches Grabfahrzeug von 834 Wikinger-Grabfahrzeuge wurden an Land gezogen und unter Hügeln begraben. Osebergs Grab von 834 n. Chr. barg zwei Frauen, fünfzehn Pferde und reiche Schnitzbeigaben.
  16. Rabentotem: Huginn und Muninn in Holz und Silber Wikinger-Rabentotems spiegelten Odins Vögel Huginn und Muninn wider. Von Kriegsbannern bis zu Stuhlamuletten aus Lejre: was in Metall und Schnitzwerk überliefert ist.
  17. Ritualaxt: Bärtige Klinge für Blót und Bestattung Eine wikingerzeitliche Ritualaxt konnte Tiere schlachten, in Feuchtgebieten niedergelegt oder ein Magnatengrab krönen. Die Mammen-Axt zeigt beide Glaubenswelten im Eisen.
  18. Die Jelling Stones: Harald Bluetooths Runendenkmal Wikinger-Runensteine sind gemeißelte Gedenktafeln in Runenschrift. Das Jelling-Paar in Dänemark nennt das Reich und zeichnet die Hinwendung zum Christentum auf.
  19. Runischer Schildbuckel: Eisendom und frühe Runen Schildbuckel sind Eisendome in der Mitte wikingerzeitlicher Rundschilde. Der Thorsberg-Buckel trägt eine der frühesten Runeninschriften auf einer Waffe.
  20. Schlangen-Armringe: Gedrehtes Silber und die Midgardschlange Wikinger-Armringe hielten Silber nach Gewicht und besiegelten Festgaben. Schlangenköpfe erinnern an Jörmungandr; ein Cuerdale-Band steht im British Museum.
  21. Valknut: Odins Knoten neben den Toten Der Valknut ist ein wikingerzeitliches Zeichen aus drei ineinander greifenden Dreiecken. Kein altnordischer Name ist überliefert, doch Bildsteine, Grabbeigaben und ein Ring im British Museum zeigen, wo er vorkam.
  22. Wolf Totem: Odins Tischwölfe und Fenrirs Fessel In der nordischen Mythologie stehen Geri und Freki an Odins Seite, Fenrir bleibt bis Ragnarök gebunden. Der Sutton-Hoo-Beuteldeckel zeigt, wie Eliten Wölfe neben Herrschern schnitzten.
  23. Odin-Idol: Ein thronender Gott zwischen zwei Raben Wikingerzeitliche Odin-Idole sind kleine sitzende Figuren aus Silber, Bronze oder Holz. Der Lejre-Silberfund von etwa 900 n. Chr. zeigt einen Rabenthron, doch Gelehrte streiten noch über das Gesicht.
  24. Was ist Mjolnir? Thors Hammer in Mythos und Metall Mjolnir ist Thors Hammer im nordischen Mythos und ein Amulett der Wikingerzeit. Was die Texte sagen, was Gräber bergen und der Hammer von Kobelev.

Griechenland

  1. Korinthischer Helm: Bronzene Gesichtspanzerung für den Hopliten Aus einem Bronzblech getrieben, umschloss der korinthische Helm den Kopf eines Hopliten hinter einer T-förmigen Visiere. Funde aus Olympia zeigen Helmbüsche, Wangenstücke und Ursprünge im 7. Jahrhundert v. Chr.
  2. Aspis: Rundschild, Argiver Griff und Hopliten-Embleme Der griechische Hopliten-Aspis war ein schalenförmiger Rundschild von etwa 80 cm, mit Porpax und Antilabe. Eine Bronzeummantelung aus Pylos von 425 v. Chr. steht in Athen.
  3. Kylix: Flache Schalen, bemalte Tondi und Symposionswein Attische Kyliken waren breite, gestielte Weinkelche fürs Symposion, oft innen und außen bemalt. Das Met besitzt Hierons Kelch von Makron, ca. 480 v. Chr.
  4. Lyre: Schildpatt, Plektron und Apollos Weisheit Griechische Lyren begleiteten Gesang bei Symposien und Festen; der Chelys nutzte Schildpatt. Met: zyprischer Terrakotta-Lyre player, ca. 750–600 v. Chr.
  5. Der geflügelte Sieg von Samothrake: Nike auf einem Schiffsbug Der Louvre-Sieg von Samothrake: hellenistische Nike um 200 bis 175 v. Chr., nasser Stoff auf parischem Marmor, 1863 auf Samothrake gefunden.
  6. Bemalte Amphore: Weinkrüge, Schwarzfigur-Schlachten und Rotfigur-Mythos Attische Halsamphoren lagerten Wein und Öl in Schwarz- und Rotfigur. Das British Museum bewahrt Polygnotos' Achilles-und-Penthesileia-Krug, ca. 450–430 v. Chr.
  7. Poseidons Dreizack: Die dreizinkige Lanze des griechischen Meeresgottes Athenas Ölbaum gewann Athen. Poseidons Quelle auf der Akropolis kam salzig. Eine attische Schale im Met kennzeichnet ihn noch an drei Zinken.
  8. Zeus-Büste: König der Götter in Bronze und Marmor Zeus-Büsten krönten griechische Tempel und Schatzkammern. Die Artemision-Bronze (NM Br. 15161), ca. 460–450 v. Chr., gilt als Zeus mit Blitz.
  9. Owl Stele: Athenas Vogel auf athenischem Stein Die kleine Eule markierte Athena und Athen auf Münzen ab ca. 515 v. Chr.; attische Stelen dienten Gräbern und Votiven. Tetradrachm Athens im British Museum.

Rom

  1. Fibula: Roms Nadel vor der Knopfzeit Eine bronzene Scharniernadel hielt Tuniken und Militärmäntel im ganzen Römischen Reich zusammen. Museumstypologien datieren Fundschichten von Gallien bis Britannien.
  2. Was ist ein Galea-Helm? Römischer Legionärshelm Montefortino, Coolus, Imperial Gallic: drei Namen für dieselbe Eisenschale, und der keltische Helm im British Museum hinter dem Coolus.
  3. Gladius: Roms Kurzschwert hinter dem Schildwall Der römische Gladius war ein kurzes zweischneidiges Schwert für Stöße in engen Reihen, am rechten Hüft getragen. Ein vergoldetes Mainz-Exemplar vom Rhein steht in London.
  4. Thermopolium des Vetutius Placidus: Pompejis bemaltes Lararium Pompeji bewahrte über 300 häusliche Lararien als Nischen, Aediculae und Wandmalereien. Im Thermopolium des Vetutius Placidus hält eine bemalte Genius-Opferszene.
  5. Medusa-Relief: Roms apotropäisches Gorgoneion Römische Medusa-Reliefs humanisierten das Gorgoneion für Wände, Rüstungen und Böden. Met-Ring 10.130.1428, 3. Jh. n. Chr., diente als Schutzamulett.
  6. Römische Meilensteine: Steinsäulen, die Meilen bis Rom zählten Römische Meilensteine (miliaria) markierten jede Meile ab der Via Appia von 312 v. Chr. Säulen nannten die Meilenzahl, Entfernung nach Rom und Reparaturinschriften.
  7. Marmorbüste 12.233: Republikanischer Verismus im Metropolitan Museum Römische Portraitbüsten hingen in Lararien und Gräbern. Die Marmorbüste 12.233 des Met, Mitte 1. Jh. n. Chr., belebt strenges republikanisches Realismus im julisch-claudischen Rom.
  8. Scutum: Roms gebogener Legionärsschild von rund bis rechteckig Der römische Scutum war halbzylindrisches Sperrholz von etwa vier Fuß Höhe, mit Kalbsleder bezogen. Der einzige intakte Legionärsschild stammt aus Dura-Europos in Syrien.
  9. Was ist eine Aquila? Roms Legionsadler Drei Adler verschwanden mit Varus im Teutoburger Wald 9 n. Chr. Germanicus holte zwei zurück. Keine Legions-Aquila liegt in einem Museum.

Japan

  1. Daruma in Rot: Bodhidharma auf einer Met-Rolle aus dem 15. Jahrhundert Hohle Daruma-Puppe aus Papiermaché markiert Ziele mit einem Auge. Bodhidharma, Takasaki-Handwerk und Met-Rolle in roten Roben aus dem 15. Jahrhundert.
  2. Was ist ein Gohei? Japans Ritualstab mit Zickzack-Papierstreifen Ein gohei ist der Shinto-Ritualstab mit zwei zickzackförmigen shide-Papierstreifen. Vom Textilgeschenk zum Reinigungswerkzeug und als Helmzier im Met.
  3. Hannya: Hörner und goldene Augen auf der Noh-Bühne Eine geschnitzte Noh-Maske eifersüchtiger Geister mit Hörnern und Goldaugen. Aoi no Ue, Neigung von Wut zu Trauer und eine 18. Jh.-Met-Studie des Typs.
  4. Was ist ein Jizo? Japans Schutzmönch an Wegen und für Kinder Die Jizo-Statue schützt Reisende und Kinder am Wegesrand des japanischen Buddhismus. Von Kshitigarbha bis zu Intans Skulptur von 1291 im Met.
  5. Was ist ein Kitsune? Japans Fuchs von Schrein und Erzählung Kitsune-Füchse bewachen Inari-Schreine als göttliche Boten. Folklore, sitzende Steinstatuen und Hiroshiges Holzschnitt von 1857 mit Fuchsfeuern im Met.
  6. Norito und Kyō: Gebetstexte gerollt an Schrein und Tempel Norito an Schreinen und buddhistisches Kyō auf Handrollen teilen die Makimono-Form. Ein 12.-Jh.-Lotus-Sutra-Kapitel im Met zeigt Goldtinte auf Indigo.
  7. Was ist ein Ritualfächer? Ōgi und Torimono im Shinto-Kagura Miko tragen ōgi als torimono im Kagura-Tanz für die kami. Ein Chūkei-Fächer des Met für Noh-Götterrollen zeigt Goldfolie und Bambusrippen in Schreinmaßstab
  8. Was ist eine Schreinglocke? Japans Suzu für Kult und Kagura Die Schreinglocke in Japan ist die Suzu, eine Kugelglocke zum Rufen der Kami vor dem Gebet. Von Kagura-Tanz bis zur Miwa-Glocke von 1699 im Metropolitan Museum.
  9. Schreinweglichter: Steinlaternen von Heian bis zu Teegärten Eine Steinlaterne säumt den Schrein-sandō. Heian-Übernahme, Kasugas 2.000 Spenden und ein Kamakura-Stück, das man in Kyōto noch sieht.
  10. Bonshō: Japans Bronzeglocke im Tempelturm Ein Bonshō hängt mit der Öffnung nach unten im Shōrō und wird mit einem hölzernen Shūmoku angeschlagen. Von Nara-Bronze bis 108 Neujahrsschlägen in Hōryū-ji.
  11. Kōro und Jōkōro: Duftender Rauch an Schrein und Tempel Ein kōro hält Asche und Weihrauch an Schrein oder Tempel. Rituale seit dem 6. Jh., kōdō-Spiele und ein 17. Jh. akoda-kōro im Met mit Kranich-Lack.
  12. Was ist ein Komainu? Japans Wächterpaar am Schrein Komainu-Löwenhunde bewachen japanische Schreintore paarweise. Die a-un-Mäuler, der Löwe, der zum Hund wurde, und ein Holzpaar, das man im Museum sehen kann.

Mesoamerika

  1. Chacmool: Mesoamerikas liegender Opferträger Mesoamerikanische Chacmools lagen an Tempeltoren mit Opferschalen auf der Brust. Aztekische Beispiele in Tenochtitlan und maya-toltekische in Chichén Itzá zeigen diese Bildtradition.
  2. Quiquiztli: Aztekischer Atem, Wind und Ritualklang Der quiquiztli war eine heilige Muscheltrompete im aztekischen Ritual, geblasen in Tempeln, Prozessionen und Schlachten. Kodizes und Tempelgaben zeigen, wie die Muschel klang.
  3. Was ist ein Cuauhxicalli? Das aztekische Adlergefäß für Herzen Ein Cuauhxicalli nahm in mexica-Riten extrahierte Herzen auf. Britannica nennt das Adlergefäß; das British Museum bewahrt ein Basaltexemplar mit Sonnenglyphen.
  4. Huehuetl: die aufrechte aztekische Trommel in Krieg und Fest Der Huehuetl war eine heilige aufrechte Trommel im aztekischen Ritual, mit bloßen Händen neben dem Teponaztli gespielt. Die geschnitzte Malinalco-Trommel verbindet Jaguare und Adler mit Feuersymbolen.
  5. Maiskohlenpfanne: Copalrauch für Chicomecoatl Mexica-Keramikpfannen verbrannten Copal vor Maisaltären. Chicomecoatls rote Pracht, Huey-Tozoztli-Saatriten und eine datierte Dreifußpfanne im Met.
  6. Schlangenkopf-Skulptur: Schlangen an der Azteken-Tempeltreppe Mexica-Steinschlangenköpfe flankierten Tempeltreppen in Tenochtitlan. Blenden auf Tlalocs Seite, Federn auf Huitzilopochtli's, plus ein Met-Katalogstück.
  7. Tepetlacalli: Steinkisten für mexica-Tempelopfer Ein tepetlacalli war eine gemeißelte Steinkiste für mexica-Opfergaben und Ritualgerät, keine Trommel. Beispiele vom Templo Mayor und aus Museen tragen noch Kalenderdaten und Götter im Relief.
  8. Was ist ein Teponaztli? Mexikos heilige Schlitztrommel Ausgehöhlte Hartholz-Schlitztrommel mit zwei Zungen und zwei Tonhöhen, geschlagen mit Gummischlägeln. Heilige mexica-Perkussion neben dem Huehuetl im Tempelritual.
  9. Tlaloc-Maske: Goggle-Augen für Regen und Sturm Mexica-Masken des Regengottes Tlaloc mit runden Goggle-Augen und Jaguarfangzähnen. Zwillingsheiligtümer am Templo Mayor und eine türkisfarbene Mosaikmaske im British Museum.
  10. Tlemaitl: Copalrauch und die klappernde Feuerschöpfkelle Ton-Räucherschöpfkelle im aztekischen Ritual: hohler Griff mit Kieselsteinen, Schale für Copal-Glut, zu den vier Himmelsrichtungen gehoben, dann ins Feuer.
  11. Obsidianspiegel: Tezcatlipocas rauchender Spiegel im Ritual Aztekische Obsidianspiegel dienten der königlichen Wahrsagerei. Tezcatlipocas Name „rauchender Spiegel“, John Dees Spiegel im British Museum und das Nahuatl-Wort tezcatl.
  12. Aztekischer Sonnenstein: Mexikos Scheibe der fünf Sonnen Der aztekische Sonnenstein ist eine 25 Tonnen schwere Basaltscheibe aus Tenochtitlan. Fünf Sonnen, zwanzig Tageszeichen und die Piedra del Sol im Anthropologischen Nationalmuseum von Mexiko-Stadt.

Keltisch

  1. Der Battersea-Schild: La-Tène-Bronze aus der Themse In den 1850er Jahren aus der Themse gebaggert , diese eisenzeitliche Bronzebekleidung hat 27 rote Glasnieten, repoussé-Spiralen und keine Kampfspuren. British Museum.
  2. Das Broighter-Boot: Ein Goldschiff aus dem Lough Foyle Miniaturboot aus getriebenem Gold aus County Derry, 1896 nahe Lough Foyle mit Torcs und Halsring gefunden. Votivgabe oder Schatz bleibt umstritten.
  3. Eisenzeitliche Kriegshörner: Die keltische Carnyx Bronzetrompeten mit eberköpfigen Schallstücken ragten auf La-Tène-Schlachtfeldern von Gallien bis Schottland höher als ihre Spieler; vollständige Exemplare sind selten.
  4. Cernunnos-Tafel: Geweihe, Torcs und eine schlangenköpfige Schlange Die innere Gundestrup-Tafel zeigt eine sitzende Gestalt mit Geweihen, Torcs und Schlange. Gelehrte nennen sie oft Cernunnos, doch der Kessel nennt ihn nie.
  5. Snettisham Great Torc: Ein Kilogramm gedrehtes Gold 1950 bei Ken Hill, Norfolk, aufgepflügt, wiegt der Snettisham Great Torc über 1 kg Goldlegierung mit 64 gedrehten Drähten. Meisterwerk des British Museum.
  6. Der Gundestrup-Kessel: Silberplatten aus einem Himmerland-Moor 1891 zerlegt in einem dänischen Torfmoor gefunden, ist der Gundestrup-Kessel Europas größtes silbernes Gefäß der Eisenzeit, mit vergoldeten Tafeln von Göttern und Kriegern.
  7. Waterloo Helmet: Europas einziger eisenzeitlicher Hornhelm Bronze-La-Tène-Helm 1868 aus der Themse geborgen, mit konischen Hörnern und roter Glaseinlage. Paradeausrüstung, kein Kampfgerät: der einzige bekannte eisenzeitliche Hornhelm.
  8. La-Tène-Fibulae: Mantelspangen vom Lake Neuchâtel bis Britannien La-Tène-Fibulae sind eisenzeitliche Broschen mit gebogenem Bogen und Spirale. Sie hielten Mäntel in Europa und helfen beim Datieren von Gräbern.
  9. Der Corleck Head: Irlands dreigesichtiges Steinidol Ein 33 cm hoher Kalksteinkopf mit drei Gesichtern, gefunden nahe Corleck Hill in County Cavan um 1855. Späteisenzeitliche Schnitzerei heute im National Museum of Ireland, Dublin.
  10. Sonnenräder in keltischer Kunst: Speichen, Himmel und Opfer Das Sonnenrad, ein Kreuz im Kreis, erscheint auf bronzezeitlicher Felskunst, eisenzeitlichen Münzen und kleinen Votivrädern in ganz Keltika. Die Bedeutung ist noch umstritten.
  11. Weinkannen: Entenschnäbel und mediterrane Koralle Eisenzeitliche Kannen gossen Wein, Bier oder Met bei elitären Gelagen. Das Basse-Yutz-Paar im British Museum verbindet etruskische Form mit keltischem Email und Koralle.
  12. Was ist ein Ogham-Stein? Irlands kantenbeschriftetes Alphabet Rund 400 Steinsäulen bewahren primitive Irischnamen in Ogham-Schrift, gelesen von der Basis zur Spitze entlang der natürlichen Kantenkante jedes Steins.

Afrika

  1. Uhunmwun-Elao im Met: ein Benin-Messingkopf für den Altar Frühe Benin-Messingköpfe standen auf Ahnenaltären im Palast mit geschnitzten Elfenbeinzähnen. Das frühe Met-Exemplar ist nur 21,6 cm hoch.
  2. Messingleopard im Met: Benins König des Buschlands Höfische Messingleoparden standen für den Oba als König des Buschlands. Der Met-Guss ist 39,4 cm hoch und auf etwa 1550 bis 1680 datiert.
  3. Gelede-Festmasken: Yoruba-Helme für die Mütter Yoruba-Gelede-Helmmasken ehren unsere Mütter auf Marktplatzfesten. Das Met-Ketu-Exemplar ist 57,2 cm hoch, Holz, Mitte 20. Jh.
  4. Kuduo: Asante-Messinggefäß für Goldstaub und kra Könige und Höflinge der Asante verwahrten Goldstaub in gegossenen Messing-Kuduo, die auch das kra schützten. Das Met-Stück 1981.431.14 ist 17.5 cm hoch.
  5. Palastplaketten: Messing-Hofzenen an Benins Pfeilern Etwa 900 Messingrelief-Plaketten verkleideten einst Holzpfeiler im Palast von Benin City. Das Reiter-Oba-Stück des Met ist etwa 50 cm hoch.
  6. Nkisi Nkondi: Kongos jagende Machtfigur Kongo-nkisi-nkondi trugen heilige Medizin und Nägel für Eide und Recht. Das Mangaaka im Met ist etwa 118 cm hoch und wiegt rund 24 kg.
  7. Prestigehocker: geschwungener Sitz für lebende Chiefs, geschwärzt für Ahnen Akan-Chiefs saßen auf geschnitzten Holzhockern, die später geschwärzte Ahnenaltäre wurden. Das Met-kontonkrowie-Exemplar ist 36,8 cm hoch.
  8. Dùndún: Yoruba-Drucktrommeln, die in Ton sprechen Yoruba-Dùndún ändern die Tonhöhe unter dem Arm und ahmen Sprechtöne nach. Die Met-Iya-ilu (1986.467.4) ist 47,6 cm lang (20. Jh., Nigeria).
  9. Specksteinvögel von Great Zimbabwe: königliche Embleme in Stein Acht Specksteinvögel aus Great Zimbabwe sind etwa 40 cm hoch auf metergroßen Säulen. Sechs stammen aus dem Eastern Enclosure des Hill Complex.
  10. Ahnenaltar-Glocken in Benin: Messingrufe für die Toten Auf Ahnenaltären im Benin-Palast wurden gegossene Messingglocken geläutet, um die Toten zu rufen. Die Met-Glocke mit Portugiesenköpfen ist 19,1 cm hoch.
  11. Ayo-Brett: Yoruba-Zähl-und-Fangspiel auf Holz Yoruba-Opon-ayo-Bretter haben zwei Reihen mit je sechs Näpfen. Das geschnitzte Smithsonian-Statusbrett misst 65,5 cm Länge.
  12. Was ist ein Ifa-Tablett? Yorubas Opon Ifa für die Divination Yoruba-Divinatoren markieren Odu-Verse in Holzpulver auf einem Opon-Ifa-Tablett. Areoguns Art-Institute-Exemplar misst 45,8 × 44,5 cm und zeigt Eshu.

Mesopotamien

  1. Königinnenlyra: Stierköpfige Musik aus Urs Königsfriedhof Goldene Stiermaske, Lapislazuli-Bart und Muschelmosaik an der Königinnenlyra aus Puabis Grab in Ur. Das British Museum bewahrt die Rekonstruktion.
  2. Der Taylor-Prisma: Sennacharibs hexagonale Annalen im British Museum Das hexagonale Tonprisma BM 91032 trägt Sennacharibs Feldzüge in Keilschrift von 691 v. Chr. Gefunden in Nebi Yunus (Ninive), ausgestellt in Raum 55.
  3. Fundamentfiguren im Ur III: königliche Korbträger in Kupfer Ur-III-Könige legten Kupfer-Fundamentfiguren unter Tempelböden, Korb auf dem Kopf. Shulgi-Peg im Met 31 cm hoch; BM-Ur-Nammu aus dem Eanna von Uruk.
  4. Met-Gudea (59.2): Lang lebe dem Tempelbauer Gudea herrschte über Lagasch nach dem Fall Akkads. Die sitzende Dioritstatue des Met (59.2) nennt ihn den Mann, der den Tempel baute, gefaltete Hände, Königsmütze, Gewandinschrift.
  5. Die Louvre-Stele: Hammurabis Gesetzescode in Basalt Um 1750 v. Chr. gehauen, trägt Hammurabis Basaltstele 282 Gesetze und ein Relief des Königs vor Shamash. Das Louvre-Stück ist 225 cm hoch.
  6. Was ist ein Kudurru? Kassitische Grenz- und Berechtigungssteine Kassitische Kudurrus hielten Landschenkungen in Keilschrift unter göttlichen Symbolen fest. Der Meli-Shipak-Stein im Louvre ist 65 cm hoch.
  7. Lamassu: Assyrische Torwächter am Palastportal Neoassyrische Lamassu bewachten Palasttore in Paaren, mit fünf geschnitzten Beinen, die von vorn stehen und von der Seite schreiten. Das Met-Bull wiegt 7 Tonnen.
  8. Mushussu: Wütender Schlangendrache am Ischtar-Tor Babylons Mushhushshu bewachte Nebukadnezars glasiertes Tor als Emblem des Marduk – eine zusammengesetzte Schlange, kein geflügelter europäischer Drache. Löwen, Stiere und Drachen markieren noch heute die Prozessionsstraße in Museumsammlungen.
  9. Der Widder im Gebüsch des British Museum: Woolleys Ziege aus Urs Totengrube Frühdynastische Ziege aus Urs Grosser Totengrube, nach der Ausgrabung in Gold, Lapislazuli und Muschel neu aufgebaut. British Museum Museumsnummer 122200.
  10. Was ist eine Votivstatue? Tell Asmars weitäugiger Tempelanhänger Sumerische Votivfiguren standen in Tempelkellern mit gefalteten Händen und starrenden Muschelaugen. Der Tell-Asmar-Mann des Met, 40.156, ist nicht ausgestellt.
  11. Späte Uruk-Tempelgaben: Der Warka-Krug aus Alabaster Der Warka-Krug aus Alabaster entstand um 3000 v. Chr. Er steht im Irak-Museum in Bagdad, etwa einen Meter hoch, und wurde nach der Plünderung 2003 restauriert.
  12. Zwanzig-Felder-Brett aus dem Königlichen Friedhof von Ur Frühdynastische Bretter aus Ur tragen zwanzig eingelegte Muschelfelder. Das British Museum ME 120834 ist 30,1 cm lang und in Raum 56 ausgestellt.

China

  1. Blau-Weiß-Porzellan: Kobalt auf einer Hofvase Yuan-Öfen in Jingdezhen beherrschten Kobalt unter der Glasur. Der Wanli-Phönix-Meiping des Met steht 63,8 cm hoch in Gallery 204.
  2. Bronzedings: das Gefäß, das die Ahnen speiste Shang-Dings kochten Fleisch und Getreide für die Ahnen des Clans. Das Met-Fangding 43.25.2 ist ein Vierbeinkasten; der Deckel wird zum Tisch.
  3. Yue aus Bronze: die Axt, die man im Ritus hält Das Freer-Stück F1996.8 ist eine 19 cm große yue der Westlichen Zhou, stumpf und mit Katzenmaske. Shang- und frühe Zhou-Höfe hielten die yue als Rang.
  4. Guqin: Sieben Saiten auf dem Schreibtisch eines Gelehrten Die Prince-Lu-qin des Met, Nummer 18 von 1634, hat noch sieben Seidensaiten und dreizehn hui. Eine zheng hat Stege und mehr Saiten.
  5. Hongshan-Jade: der C-Drache des nordöstlichen Neolithikums Der 26 cm hohe C-Jade in Peking ist Hongshan, aus der Inneren Mongolei. Niuheliang-Gräber bargen einen dickeren, gewundenen Schweinedrachen.
  6. Jade-Cong: außen quadratisch, innen rund In Liangzhu-Gräbern lag diese quadratische Jaderöhre neben einer Bi-Scheibe. Der Met-Cong 2004.52 ist 25,4 cm Nephrit mit Masken an den Ecken.
  7. Was ist ein jue? Chinas bronzener Ritualbecher mit Ausguss Anyang-Gräber legen diesen Dreifuß mit Ausguss neben einen hohen gu. Die Bronze des 12. Jh. v. Chr. in Galerie 207 des Met trägt ein Klanzeichen unterm Henkel.
  8. Was ist ein ruyi? Chinas wunscherfüllendes Zepter Um 1756 ließ Qianlong ein Gedicht in ein Bambus-ruyi schneiden. Das 18-Zoll-Nephrit 02.18.446 im Met ist der Hofjade-Typ, 1902 von Bishop gegeben.
  9. Die Sanxingdui-Bronzemaske: ein Gesicht aus Sichuan Ziegelarbeiter in Sanxingdui, 40 km von Chengdu, öffneten 1986 zwei Gruben. Eine später im Met gezeigte Maske ist 66 cm hoch.
  10. Das Sancai-Pferd 1991.253.12 im Met: ein Tang-Mingqi Irdenware mit Creme, Bernstein und Grün. Das Grabpferd aus dem späten 7. bis 8. Jahrhundert steht 73,7 cm hoch in Galerie 207 des Met.
  11. Terrakotta-Krieger: Qin Shi Huangs Armee blickt nach Osten Im März 1974 stießen Brunnenbauer nahe Xi'an auf einen Tonkopf. Qin Shi Huangs östliche Armee blickt noch immer zu den alten Feindstaaten.
  12. Eulen-Zun: ein Shang-Weingefäß mit Vogelkörper Im späten Shang gossen Gießer Ritualwein in Bronze-Eulen. Der vogelgestaltige Zun im Art Institute of Chicago ist 15,9 cm hoch, Deckel auf dem Rücken.