Fundamentfiguren im Ur III: königliche Korbträger in Kupfer
Lehmziegel stieg in Ur empor, während eine Kupferfigur in einer Ziegelkiste unter dem Boden wartete. Der Mann auf dem Peg vollendete die Geste nie: Arme erhoben, gefüllter Korb auf dem Kopf, nackter Oberkörper und ein kurzer Rock, der zu einer spitzen Peg endete. Mesopotamische Fundament-Pegs, auch Fundamentfiguren genannt, wurden gegossen, um vom Tag ihrer Herstellung an vergraben zu werden. Sie waren keine tragenden Stifte. Sie waren königliche Zeugen in Tempelfundamenten, oft neben beschrifteten Steintafeln, die denselben Bauakt festhielten.
Korb oben, Arme erhoben, Peg statt Füße
Ein klassischer Ur-III-Fundament-Peg liest sich als halbe Statue und halbes Werkzeug. Der Oberkörper ist ein stehender König: glatt rasierte Kopf, nackter Torso und kurzer Rock oder Lendenschurz mit Keilschrift. Beide Arme stützen einen runden Korb voller Erde. Unter der Taille endet die Figur nicht in Füßen auf einer Basis. Der Rock verjüngt sich zu einem Peg, derselben spitzen Form, die in ein Fundamentdepot gesetzt wurde.
Museumslabel nennen das Metall Kupfer oder Kupferlegierung. Die World History Encyclopedia zu mesopotamischen Fundamentfiguren beschreibt die Ur-III-Beispiele als peg-förmige Kupferlegierungsfiguren von Königen, jede mit Korb und Inschrift am Körper. Das Wildform-Prop folgt dieser Silhouette: Peg ab der Taille, Korb oben, Arme erhoben, ohne ein ausgegrabenes Gesicht zu kopieren.
Ur-Nammu, Shulgi und die Ziegelbau-Dynastie
Der Typ blühte unter der Dritten Dynastie von Ur, dem Ur-III-Staat, der das südliche Mesopotamien nach Jahrhunderten Stadtrivalität vereinte. Die World History Encyclopedia zu Ur-Nammu schreibt ihm die Dynastiegründung, große Zikkurate und einen der ältesten erhaltenen Gesetzestexte zu. Die World History Encyclopedia zu seiner Fundamentfigur datiert seine Herrschaft auf etwa 2112 bis 2095 v. Chr. Sein Sohn Shulgi von Ur regierte etwa 2094 bis 2047 v. Chr. und baute Tempel im ganzen Reich weiter.
Fundament-Pegs nennen diese Könige und ihre Nachfolger. Das British Museum besitzt eine Figur von Ur-Nammu, der Inanna von Uruk gewidmet, aus dem Inanna-Tempel in Warka. Die World History Encyclopedia notiert, dass die Figur für die Verlegung in einem Uruk-Tempel gemacht war und die Inschrift Ur-Nammus Restaurierung von Inannas Tempel Eanna, dem „Haus des Himmels“, festhält. Ein Shulgi-Peg in derselben Museumsgruppe kam aus dem Dimtabba-Tempel in Ur; ein Shu-Sin-Peg aus Girsu. Die drei stehen in einer Vitrine, eine kompakte Familienlinie in Kupfer.
Fundamentdepots und Steintafeln
Fundament-Pegs gehörten zu einem breiteren Depotbrauch. Die World History Encyclopedia zu Fundamentfiguren schreibt, dass solche Figuren meist mit Fundamentsteintafeln vergraben wurden, die den Bau beschrieben.
Der Peg hatte in technischer Hinsicht keine tragende Funktion. Die spitze Form imitierte einen Baupeg oder den ersten Ziegel, doch die Kupferfigur war symbolisches Gewicht. Unter dem Boden hielt sie den König im Akt der Tempelgottheit zu dienen, lange nach der Zeremonie und dem gepflasterten Hof darüber.
Als Könige in der Kunst Körbe trugen
Vor Ur III warben mesopotamische Herrscher mit Kampf und Jagd. Könige im späten dritten Jahrtausend im Süden ergänzten ein stilleres Bild: der Monarch als Tempelbauer, der Erde für Ziegel trägt. Die World History Encyclopedia zur Figur von Ur-Nammu erklärt, dass Pflege der Götter und Restaurierung ihrer Tempel zentrale königliche Pflicht war, und dass Ur-Nammu einen großen Erdkorb für Ziegel hebt, während der Kupferpeg als Nachweis für die Nachwelt und Kanal göttlichen Segens diente.
Die Pose spiegelt auch rituelle Reinheit. Glatt rasierte Köpfe und nackte Oberkörper entsprechen dem reinen Zustand für den ersten Ziegel, nicht einem Schlachtporträt. Shulgi, Amar-Sin und Shu-Sin wiederholen denselben Körpertyp, weil das Bild ein Amt ist, keine persönliche Ähnlichkeit. Gudea von Lagasch erhielt später eigene Fundament-Pegs in verwandter Tradition, doch der Ur-III-Korbträger ist die normative Form, die Forscher als Canephoren-Peg nennen, der Korbträger in Metall unter dem Haus des Gottes.
Shulgis Fundament-Peg im Met, 59.41.1
Ein klares Museumsbeispiel ist die Foundation figure of king Shulgi of Ur, carrying a basket des Metropolitan Museum of Art, Objekt 59.41.1. Das Met datiert sie auf etwa 2094 bis 2047 v. Chr., ordnet sie dem neo-sumerischen Ur III zu und nennt Kupfer als Material. Sie misst 12 1/4 mal 3 7/16 mal 2 3/16 Zoll (31,1 mal 8,8 mal 5,6 cm). Geographie: Mesopotamien, Nippur; der Rogers Fund erwarb sie 1959.
Das Met besitzt auch eine verwandte Foundation figure of Ur-Namma holding a basket, Objekt 47.49, etwa 2112 bis 2095 v. Chr., Kupferlegierung, 10 3/4 Zoll (27,3 cm) hoch, Geschenk von Mrs. William H. Moore 1947. Der Online-Eintrag des Met zu 47.49 beschreibt den massiv gegossenen Typ: glatt rasierte, bartlose Figur mit Erdkorb über dem Kopf in der Haltung zeremonieller Bauarbeit, wie das Ritus des ersten Ziegels in Texten der Zeit. Die Museumszusammenfassung nennt für dieses Exemplar einen Peg, der in die Fundament eines von Ur-Namma restaurierten oder gebauten Inanna-Tempels gelegt wurde.
Was Kupfer, Lehm und geschlossene Kisten offen lassen
Der Erhalt ist ungleich. Viele Pegs fanden sich nur, als Archäologen Fundamentkisten in Nippur, Ur, Uruk und Girsu öffneten; andere, einschließlich mehrerer Ur-Nammu-Exemplare, gelangten ohne dokumentierten Fundort in Sammlungen. Die World History Encyclopedia listet drei Könige im British Museum nebeneinander, doch Tausende Ur-III-Fundamente in Mesopotamien wurden nie ausgehoben oder durch späteren Bau zerstört.
Forscher debattieren noch, wie wörtlich die Korb-Szene Alltagsarbeit versus eintägiges Ritual abbildete und wie viele Pegs in einem Tempel standen. Datumsrahmen für einzelne Könige verschieben sich leicht zwischen Katalogen (Ur-Nammu etwa 2112 bis 2095 v. Chr. im Met und British Museum, gegen breitere „2100 bis 2000 v. Chr.“ in Enzyklopädien). Der sichere Kern bleibt: Diese Pegs waren königliche Tempel-Fundamentdepots, gemacht um verborgen zu bleiben und in Metall und Keilschrift zu verkünden, wer das Haus des Gottes restaurierte.
In deiner Szene
Ein Fundament-Peg gehört unter den Boden, nicht auf ein Regal. Verberge den spitzen Unterkörper, als ob der Rock in Ziegel oder verdichtete Erde weiterläuft, und halte Korb und erhobene Arme in einer Fundamentgrube im Schnitt oder einem Bau-Depot sichtbar. Für Ur-III-Tempelprops in einem Pack siehe Mesopotamian Temple Relics.
Quellen
- The Metropolitan Museum of Art: Foundation figure of king Shulgi of Ur, carrying a basket, 59.41.1
- The Metropolitan Museum of Art: Foundation figure of Ur-Namma holding a basket, 47.49
- World History Encyclopedia: Mesopotamian Foundation Figurines
- World History Encyclopedia: Foundation figure of Ur-Nammu